Wir sind umgezogen

Wir haben Millersund verlassen. Ich habe Millersund verlassen….

und  mich auf Drakker See  angesiedelt. Auf Drakker See wurden wir als Gilde mehr als freundlich Willkommen geheißen und konnten uns schnell in die bestehende Community integrieren. Durch  das Pairing im WvW spielen wir jetzt wieder häufig mit Millersund zusammen. Also kann man sagen: das war rausgeschmissenes Geld. Doch für mich macht es  einen Unterschied, ob ich Teil einer Miesere bin oder sie  von außen betrachte.

Mein Faszit: Umziehen ist gar nicht so schlimm!

Torja, Drakker Neubürgerin

Petze, Petze ….

Millersund scheint von streitsüchtigen Individuen bevölkert und unversönlichen Gilden beherrscht zu werden. Beschimpfungen, Beleidigungen, im Stich lassen und unüberbrückbare Differenzen zwischen Gilden scheinen an der Tagesordnung. Scheinbar ist es nicht möglich, Unstimmigkeiten im direkten Gespräch auszuräumen oder Kompromisse zu finden. Wir brauchen Mamies und Papies bei denen wir petzen können; Schiedsrichter, die Leute auf die Bank schicken, große Brüder/Schwestern, die man zur Verstärkung rufen kann oder Sheriffs, die nach Django-Manier kurzen Prozeß machen.

Diese Rollen erfüllt das Technikteam – mehr oder weniger (wider)willig. Zu deren Entlastung sollte ein Millersund- Rat geschaffen werden. Der einzige Fehler: niemand wollte Ratsherr / Ratsfrau werden. Jetzt haben wir sogenannte „ModeratorInnen“, die die drei erst genannten Funktionen erfüllen w/sollen. Aber auch das scheint nicht zufunktionieren. So tritt das Technikteam zunehmend als Maßregelinstanz in Erscheinung, die reihenweise aufmüpfige SpielerInnen aus der TS-Community entfernt.

Bisher bin ich ja völlig streitfrei durchs Spiel gekommen. Allerdings lassen solche Machtwerke selbst bei mir richige Ärgerlaune aufkommen und ich fange an darüber nach zu denken, wie ich die  Ordnungshüter „beschäftigen“ könnte. Wenn es schon mir so geht, frage ich mich, wie viel mehr professionellen Streichermachern? Folglich stellt sich die Frage: Sind wir vielleicht auf dem Holzweg?

 

Großeinsatz

Einkauf für eine große Familie:

Auto ausladen, Körbe reintragen und den Inhalt in Kühlschrank, Vorratsregalen und Gefriertruhe verstauen, Getränkekisten in den Keller schleppen, Süßigkeiten verstecken, Waschmittelbehälter auffüllen… Als ich gestern mit dem Gefühl der Befriedigung zum letzten Mal die Kühlschranktür schloss, regte sich in mir der Impuls: So, jetzt schließe ich die Küchentür ab und dann bleibt das erst einmal so. Völlig absurd!

Ich dachte an die HausmeisterInnen Millersunds:

Mit Mühe, zeitlichem Engagement, finanziellem Einsatz und persönlicher Sorgfalt bauen sie Festen aus, schubsen Dollys rein, achten auf die Choreografie des Ausbaus und richten Deff-Waffen aus. Am Ende steht eine gut ausgebaute Festung voller Supplys mit Wegmarke bereit….

… bis zum Überfall der Barbaren. Was die Feinde nicht niederknüppeln, ramponieren die MitspielerInnen. Mats werden geplündert, Waffen in absurde Richtungen gedreht, Tore nur provisorisch angereppt…. Im schlimmsten Fall alles weg – gedreht.

Es sieht aus wie in meiner Küche nach dem Wochenende. Bleibt: die traurigen Reste sortieren, Müll einsammeln, Scherben aufklauben, erneut einen Einkaufszettel schreiben und – zuhören, wie die Leute mit ihren Heldentaten prahlen: Wir haben die Feste 2 Stunden gegen eine 5:1 Übermacht gehalten! Niemand denkt daran, wer ihnen das ermöglicht hat. Wen wunderts, wenn im Hausmeister manchmal geanu der selbe zornige Ruf aufsteigt, wie in mir: Lasst meine schöne Küche/Feste in Ruhe! Verständlich, doch völlig absurd. Dafür machen wir ja den Einkauf/Ausbau.

An dieser Stelle einmal  ein fettes DANKESCHÖN an alle HausmeisterInnen – die unbesungenen Helden Millersunds. Lasst nicht locker. 😉

Wir verbessern das WvW

Zur Zeit tobt im Millersunder Forum eine Diskussion um die Verbesserung unseres WvW. Der Weggang einiger „progressiver Raidgilden“ (ich frage mich, was das sein soll) hat einige so schockiert, dass sie nun regredieren und nach Trost suchen. Es gibt ellenlange Essays zum Thema. Angefangen mit dem noch aus dem letzten Jahrhundert stammenden Ruf nach dem starken Mann (warum nicht Frau? – ach ja, die haben wir ja gebannt) bis hin zum Aufruf nach mehr Alkohol an der Tastatur (da merkt man nicht, wie schlecht man ist?), ist nahezu alles zu finden, was einen abschrecken kann, überhaupt noch WvW zu spielen. Hier meine Idee:

Wir führen – wie es sich in Deutschland gehört – eine Prüfung ein! Die WvW-Zulassungsprüfung könnte sich aus einem schriftlichen, mündlichen und praktischen Teil zusammen setzen.

Schriftliche Fragen könnten sein: Wie lautet die korrekte WvW-Skillung für den Wächter? (multiple choice) 66002, 00Nix, 66666, 63602. Oder: Erläutern Sie die Vor- und Nachteile reiner Plattengruppen und vergleichen sie mit gemischten Randomgruppen. Mehr mathematisch: Im Zerg gibt es 207 Supplays. Wie viele Rammen kann Kommander X stellen? Wie lange dauert das Aufschießen eines A) einfachen Tores B) verstärkten Tores? ….

Die mündliche Prüfung könnte vom jeweils „diensthabenden Kommi“ abgefragt werden. Je nach Präferenz des Kommis würden die Fragen ausfallen. Kommi A : Wie lange dauert der komplette Ausbau der Bucht und was kostet er? Kommi B: Wann baun wir eine Balli? (fragt er immer) Kommi C:  Wie viel Bier muss man für ein Liquid-Raid einkaufen? Kommi D: Nennen sie möglichst viele frauenfeindliche Sprüche… dalli dalli

Die praktische Prüfung könnte darin bestehen, eine halbe Stunde in direkte Nähe (Radius 5m) zum Kommi zu laufen oder eine Ramme vor das Wassertor der nächsten feindlichen Festung zu stellen.

Nach Bestehen dieser Prüfung – falls man dann überhaupt noch Lust hat – darf man dann als (leid)geprüfter öffentlich zugelassener Spieler die WvW-Maps ohne Beaufsichtigung betreten.

Ferner könnte man für Kommis eine Art Stresstest durchführen. Spielen Sie 20 min ohne die Nerven zu verlieren in einem Zerg mit der Hausmeisterfraktion, 2 Ich-rede-dauernd-dazwischen und unter Beschimpfung der Ich-ärgere-mich-gern-Leute. Gegebenenfalls kann man auch noch einen offiziellen Troll-Spieler bestimmen.

Ich versichere euch: Die SpielerInnen, die diese Prüfungen bestehen, werden sicher allen feindlichen Angriffen gewachsen sein und viel Spaß miteinander haben. Alle beide!

Sag doch, was du willst!

Kommi 1, Kartenchat: Bucht wird angegriffen.

Kommi 2, Kartenchat: Sollen wir kommen und helfen?

Kommi 1, Kartenchat: Hügel ist wohl wichtiger.

Kommi 1, 5 Min. später, Kartenchat: Die Bucht ist weg! Keiner kommt, wenn man ihn braucht. Typisch Millersund! …. – Das weitere flaming erspare ich mir – euch.

„Typisch Millersund“ ?? – Ich würde sagen: Typisches Beispiel maroder Kommunikation! Die Antwort von Kommi 1 auf die Frage von Kommi 2 („Sollen wir helfen?“) lässt eine Reihe Interpretationen zu:

  1. Ich teile deine Sicht. Es bringt mehr, wenn wir den Gegnern, die Wegmarke im Hügel abnehmen als die Bucht (Holz) zu halten. – Das hat Kommi 2 „gehört“.
  2. Du nimmst mich nicht ernst und hörst nicht auf das, was ich sage. – Das hat Kommi 1 „gemeint“, als er Satz 2 (mit Ironie) schrieb.
  3. Geht lieber zum Hügel und helft dort. – Das haben die SpielerInnen „verstanden“, die auf dem Weg in die Bucht waren und dann zum Hügel umschwenkten. (U. A. auch ich.)

Wir waren alle erfreut, dass uns der Coups gelang und wir den Hügel zurück erobern konnten. Bis… – ja, bis der Zorn von Kommi 1 über uns hereinbrach (um es gelinde auszudrücken).  Niemand wollte Kommi 1 kränken oder im Stich lassen; und wenn er die Frage von Kommi 2 mit einem einfachen JA oder NEIN beantwortet hätte, ….

Warum fällt es uns so schwer zu sagen, was wir wirklich wollen?

Abschieds-Raid

Ein geschätzter Kommi verlässt Millersund. Eine Gilde wechselt den Server. Zur Feier des Tages wird ein großes Abschiedsraid veranstaltet. Noch einmal versammeln sich Freunde und MitstreiterInnen um gemeinsam zu fighten, Festen zu erobern und die Gegner das Fürchten (oder Lachen?) zu lehren.

Was soll das? Ist es wie bei einem Abschiedsfest, wo der oder die Scheidende sich noch einmal bei allen Freunden und Nachbarn für die erwiesene Freundschaft und Unterstützung bedankt und sich für eventuell angerichteten Schaden entschuldigt? Ist es eine Art „Aussendung“, wo die Gemeinde zusammenkommt um der/ dem Reisenden Glück zu wünschen (in alten Zeiten sie zu segnen) und als Botschafter zu bevollmächtigen? Oder ist es eher eine Art Demonstration der Macht? Ich zeige euch jetzt mal, was ihr verliert, wenn ich gehe!

Aber vielleicht – ganz vielleicht – wird uns dadurch ja auch vor Augen geführt, wie froh wir sein können, die selbst ernannten Stars los zu sein. Schön wärs ja! (Ganz im Ernst: auf manche Leute kann man doch auch guten Gewissens verzichten…. 😉 )

VW-Papier

Millersund ist ein deutscher Server, ein ur-deutscher Server!

Das wird einem spätestens ins Bewusstsein gerufen, wenn man das 7 Seiten umfassende Anleitungspapier „Der Zerg im WvW von A bis Z“ liest. Es erinnert doch sehr stark an eine Szene im Film „Die tollkühnen Männer in ihren fliegenden Kisten“ in der Gerd Froebe in der Rolle des General Oberst von Hollstein sagt: „Da lesen Sie die Dienstvorschriften und dann fliegen (spielen) Sie, Rumpelstuss!“ – Im Verlauf des Films, sieht er sich gezwungen, unter Zuhilfenahme eben dieser Dienstvorschriften selbst zu fliegen …..

Bleibt zu hoffen, dass wir die richtige Stelle in den neuen WvW-Dienstvorschriften finden, bevor uns der gegnerische Zerg aufgeraucht hat.

PS: Und dass nachdem wir die „diensthabende“ Kommi aus dem Server-TS verbannt haben. (rofl)

Entwicklungshelfer auf Millersund

Millersund ist zum „Entwicklungsland“ / wohl besser zum „Schwellenland“ mutiert.

Seid kurzem haben wir Besuch aus der Gold-Liga! Ein WvW-Veteran und erfahrener Kommi, der sich mit missionarischem Eifer bemüht uns das „richtige“ WvW-Spielen beizubringen.  – Zwar haben wir in der letzten Season ganz aus eigener Kraft den Gruppensieg erfochten und den Aufstieg in die Silberliga geschafft. Doch jetzt wird das Ganze professionalisiert! Wie bei richtiger Entwicklungshilfe wurde  uns erst einmal erklärt, wie schlecht all unsere selbst erworbenen Kenntnisse und herkömmlichen Techniken sind, um die „Verbesserungen“ umso strahlender erscheinen zu lassen. So werden aus unseren kleinen Partisanentrupps, geordnete Patrouillen und aus dem sich fröhlich in den Kampf stürzenden Gallierzerg ein römischer Armee-Blobb.

Lustigerweise reagiert auch die Millersunder WvW-Bevölkerung ähnlich wie die Bevölkerung eines Entwicklungslandes: Da gibt es die „Anzugs-koffer-träger“, die dankbar jedes bischenBelehrung aufnehmen und mit geradezu hündischem Eifer versuchen, die Neuerungen umzusetzen; sich schnell mit dem „Helfer“ identifizieren und hochmütig ihre unbelehrbaren Mitspieler kritisieren. Die „Traditionalisten“ dagegen lehnen jede Neuerung  erst einmal ab. Altbewährte Stammestraditionen haben Vorrang. Die „Gleichmütigen“ spielen so wie sie immer spielen und machen das, was sie immer machen – egal wer gerade das Sagen hat. Und dann sind da noch die vielen „Vermittler“. Sie versuchen, das Neue in gewachsene Strukturen und Traditionen integrieren und machen sich Gedanken, wie sie die verschiedenen Strömungen wieder zusammenführen können.

Wenn man an die vielen blutigen Auseinandersetzungen in einigen Entwicklungsländern denkt, fragt man sich, ob Entwicklungshilfe wirklich so hilfreich ist.  Bleibt zu wünschen, dass wir Millersunder die Entwicklungshilfe und deren Folgen besser verkraften. Prüfet alles! Das Gute behaltet!

Kleine Typologie der Kommandeure

Im WvW gibt es verschiedene Arten Kommandeur zu spielen.

1. Leitung eines GildenRaid.

Ein GildenRaid fordert von einem Kommandeur nicht allzuviel Leitungskompetenz. Er/sie sollte mit den verschiedenen Spielsituationen vertraut sein, Grundkenntnisse im Stellen von Belagerungswaffen haben und über ein wenig Erfahrung im WvW -Spiel verfügen. Leitungstechnisch bewegt er sich aber im vertrauten Umfeld der Gilde. Seine Gefolgsleute sind entsprechend den Gildenregeln geskillt und diszipliniert. Seine Aufgabe ist meist zeitlich begrenzt und Kritik wird behutsam und höflich geäußert.

2. Leitung eines KarmaTrains.

Fast ebenso leicht ist ein KarmaTrain zu leiten. Wie die Horden Dschingis Kans tobt ein Zerg über die verschiedenen Maps, nimmt ohne Rücksicht auf Verluste ein, was sich anbietet und wenn was nicht klappt, ist es auch kein Drama. Ein/e Kommi muss vor allem darauf achten, dass die Gefolgsleute genügend Supplys im Gepäck haben und dass der gegnerische VerteidigerZerg nicht zu Atem kommt. Sie gruppendynamische Logik eines solchen Zergs folgt dem Prinzips eines positven circulus vitiosus. Je mehr Leute mitlaufen, desto erfolgreicher der Zerg. Je erfolgreicher der Zerg, desto mehr Leute laufen mit. Kritik wird gar nicht erst laut oder geht im Kampfgetümmel unter.

3. Leitung des PublikZergs auf den verschiedenen Grenzländern.

Die Leitung eines PublikZergs stellt weit aus mehr Ansrüche an die Leitungskompetenz als beiden oben genannten Spielweisen. Deswegen hören die meisten Kommandeure/innen nach kurzer Zeit wieder auf, beschränken sich auf KramaTrainEvents oder ziehen sich in die kuscheligere Atmosphäre ihrer Gilde zurück. Im Publikzerg sammeln sich SpielerInnen mit unterschiedlicher Spielerfahrung und teilweise differierenden Spielphilosophien und Prioritätensetzungen. Sie müssen angeleitet, motiviert, gebremst und integriert werden. Weder Disziplin noch konstruktives Mitdenken können vorausgesetzt, geschweige denn eingklagt werden. Ständig kommen Leute dazu oder verabschieden sich. Manche sind afk, andere switchen zwischen ihren Charakteren oder leveln die neuste Errungenschaft. Ein diktatorischer Leitungsstil, wie er in den beiden oben genannten Zergs funktioniert, findet hier wenig Resonanz.

Wärend man in guten Zeitendie Homemap getrost in der Obhut einiger Späher und einer Lagerteppgruppe, die überwiegend selbstständig agieren, lassen und sich auf die Eroberung feindlicher Gebiete konzentrieren kann, bleibt in schlechten Zeiten nur die Map so langsam wie möglich, die gute Laune nicht zu verlieren und zu zu sehen, wie Tick  und Stimmung in den Keller sinken. Kritik wird natürlich schnell und unfreundlich geäußert. Gleichzeitig müssen Leute, die unter viel Einsatz von Gold und Zeit eine Festung ausgebaut  haben, und nun erleben wie der/ die Kommi sie zugunsten eines Turmes fallen lässt, getröstet oder die Tirade eines GildenRaidleiters, der sich beschwert, dass ihm auf einer anderen Map nicht geholfen wurde, das Schloss zu verlieren, angehört werden. Dazu noch Klatsch und Tratsch oder die gelegentlichen Obszönitäten einiger (älterer) Herren, sowie die manchmal etwas demoralisierenden Aktivitäten des ein oder anderen Trolls. Die letzte Herausforderung  besteht darin nach geraumer Zeit eine Ablösung zu finden.

Wenn jemand es schafft, über längere Zeit erfolgreich PublikZergs zu leiten und dabei den Spass am Spiel und den Leuten nicht zu verlieren, ja sogar einen Fanclub zu sammeln, dann gebührt ihm/ihr meine allergrößte Hochachtung und Wertschätzung. Danke an Euch!

Angesichts dieser Überlegungen wundert es mich nicht, dass manche Gildenkommis es ablehnen ein PublikRaid zu leiten. Allerdings frage ich mich, wieso sie aber so überheblich und abfällig auf die PublikRaidLeiter herabschauen, die gemessen an der Leitungskompetenz ihnen weit überlegen sind.

Noob-Filter

Ich bin in einen „Noob-Filter“ geraten. Damit werden Orte auf den wvw-Maps bezeichnet, die durch besondere geografische Finessen nicht so einfach zu überwinden sind, z.B. Löcher oder Klüfte im Boden, Abhänge mit erheblicher Fallhöhe oder Vorsprünge, Nadelöre im Mauerwerk. Wer diese Orte nicht kennt und überwinden kann, ist ein Noob. (Noob ist die Abkürzung des an sich neutralen Begriffs Newbie= Neuling.  Weil einem solchen Lernunwilligkeit  unterstellt wird, zum Schimpfwort mutiert.) Ein Filter dient dazu grobkörniges Sediment von einer Flüssigkeit zu trennen. Allen bekannt der Kaffeefilter: das Pulver bleibt im Filterpapier und wird entsorgt, die Brühe rinnt durch und wird komsumiert. Beim Goldwaschen wird auch eine Art Filtertechnik angewendet. Allerdings ist das, was hier im Filter hängen bleibt nicht der Müll, sondern das Wertvolle.

So gesehen sind die Noob-Filter potentielle Goldgruben. Denn wenn man einem Neuling nicht von vorn herein Lernunwilligkeit und Unfähigkeit unterstellt, steckt in diesem mehr Potential als einem Rutinier, der ja ohnehin schon alles (besser) weiß.